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Der mobile Bereich wächst über die App hinaus

Lindsay Tjepkema
Lindsay Tjepkema , Global Head of Content , Emarsys

Der mobile Markt erlebte 2015 während der Weihnachtssaison einen wahren Höhenflug. Laut Adobe belief sich der Verkauf über mobile Geräte am Black Friday in den USA auf $900 Millionen. Die Alibaba Group erreichte sogar unglaubliche $9.6Milliarden an Umsatz am sog. Singles Day in China.

Was bedeutet das für 2016? Marketer können in diesem Jahr mit einer noch stärkeren Konzentrierung  auf mobile Geräte in den Bereichen Marketing, Retail und Medien rechnen.

MobileFirstLook reagierte auf diesen Trend und organisierte eine Konferenz Anfang 2016, auf der führende Experten über relevante Entwicklungen diskutierten – von Strategie, über Ausführung, Analyse, bis hin zu den Auswirkungen auf Retailer, Marken, Agenturen und Service Anbieter.

Ein durchgehendes Thema der Präsentation bestand in der Überlegung, mehr als nur eine App anzubieten. Julie Ask von Forrester nannte dies “App+”, was bedeutet, dass die App den Kunden sowohl Mehrwert als auch Komfort bieten sollte. Egal, ob es sich dabei um Omni-Channel, Automatisierungen, Messaging oder andere Services und Produkte handelt. Kunden erwarten heutzutage mehr als ein “Glitzerndes, mobiles Objekt”.

Annemarie Frank, VP Omni-Channel Marketing bei HSN, verwendet mobiles Marketing, um Impuls-Käufer anzusprechen, Konvertierungen zu steigern und Kunden ein reibungsloses Shoppingerlebnis bieten zu können. Diese Ziele werden erreicht, indem den Kunden ein Maximum an Komfort geboten und ein ausgezeichnetes mobiles Erlebnis entlang des gesamten Customer Lifecycles gewährleistet wird.

So sahen sich mehr als 40% aller Zuschauer die neue Customer Onboarding Kampagne von HSN über mobile Geräte an.

Die Mobile-App Kampagnen von HSN sprechen dabei gezielt potentielle Stammkunden an, die die HSN App bereits installiert haben. Die Kampagnen erinnern die User im Anschluss daran, die App auch zu benutzen.

Wenn man das Cross-Device Verhalten verschiedener Kundensegmente besser versteht, kann man für eine optimale Annahme der eigenen mobile Apps sorgen und das Kundenerlebnis nachhaltig verbessern.

6 Tipps für Ihre Mobile Strategie:

  • Ihr Kunde hat oberste Priorität. Mobile Strategien sind jedoch selten auf alle Kunden gleichermaßen anwendbar.
  • Integrieren Sie Ihre Mobile Strategie in Ihr bisheriges digitales Marketing. Diese Integration kann einen Schlüsselinitiator für Ihr Unternehmen darstellen.
  • Bieten Sie Ihren Kunden praktische Mehrwerte und nutzen Sie die verschiedenen Funktionen der mobilen Geräte; z.B. Kamera, GPS und Push Notifikationen.
  • Überzeugen Sie durch ein elegantes UI und eine intuitive Navigation. Die Handhabung der App sollte für den User so natürlich wie möglich sein.
  • Machen Sie es unkompliziert, indem Sie das Eingeben von Informationen und den Bezahlvorgang optimieren. Digital Wallets können den mobilen Check-out Prozess erleichtern und somit den größten Stolperstein für Kunden eliminieren.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Möglichkeiten eines personalisierten und intelligenten In-Store Erlebnisses. Der Standort Ihrer Filialen – wenn Sie eine besitzen – sollte innerhalb Ihrer digitalen Strategie eine wichtige Rolle spielen.

Die meisten Marken schrecken vor dem extra Aufwand zurück, das gesamte mobile Kundenerlebnis zu verbessern. Neue Technologien, wie Machine Intelligence, Augmented Reality, Beacons und das Internet of Things katapultieren Marken über die derzeitige Mobile-Erfahrung hinaus. Sind Sie bereit dafür?