Die fünf wichtigsten Marketingtrends 2019

Stefanie Isabel Kobsa
Stefanie Isabel Kobsa
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Wenn der Mai sprichwörtlich alles “neu“ macht, macht der November alles “anders“. Der Herbst ist für viele Unternehmen eine gute Zeit, um Bilanz zu ziehen, das laufende Jahr Revue passieren zu lassen und sich auf 2019 vorzubereiten. Eine genaue Sichtung der aktuellen und kommenden Trends und eine Überlegung, was Ihr Unternehmen unter Umständen “anders“ machen sollte, ist dabei unerlässlich.

Was sind die wichtigsten Trends im kommenden Jahr, und wie können Sie sich optimal darauf vorbereiten? Wir haben uns umgehört und stellen Ihnen die Top 5 Marketingtrends 2019 vor.

1. Personalisierung

Wenn wir ehrlich sind, ist Personalisierung kein neuer Trend per se, aber wird immer wichtiger. Um auf den stark umkämpften Märkten – insbesondere im Einzelhandel und E-Commerce – eine optimale Kundenansprache und langfristig gute Kundenbindung zu erreichen, ist ein personalisierter Ansatz unerlässlich. 74% aller Marketer glauben, dass zielgerichtete Personalisierung (in E-Mails) die Kundenbindung nachhaltig verbessern kann.

Und Kunden, die nicht individuell angesprochen werden – z.B. mit Nachrichten zur richtigen Zeit, passenden Produktempfehlungen, attraktiven Angeboten – verlieren schnell das Interesse und werden im schlimmsten Fall zur Konkurrenz abwandern. Dies gilt es, zu vermeiden.

Wenn Sie 2019 eine Verbesserung Ihrer Kundenkommunikation anstreben, ist jetzt ein guter Moment, Schwachstellen in Ihrer aktuellen Strategie zu identifizieren und Lösungsansätze zu erarbeiten. Sehen Sie sich Ihre Konversionszahlen in unterschiedlichen Marketingkampagnen an und identifizieren Sie Verbesserungspotentiale. Vergessen Sie nicht: Personalisierung erfordert Wissen. Und Wissen basiert auf Daten und den daraus gewonnen Erkenntnissen. Wenn Sie keine funktionsfähige Kontaktdatenbank besitzen, hilft Ihnen die beste Strategie nicht. Eine umfassende Marketing Plattform, die alle vorhandenen Kundendaten an einem Ort speichert und abrufbar macht, kann ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.

 

2. Artificial Intelligence

Artificial Intelligence ist ein weiteres Phänomen, das die Branche seit längerem beschäftigt und das sich immer noch auf einem wahren Siegeszug befindet.

Um es auf eine simple Formel herunterzubrechen: AI macht möglich, was menschlich NICHT möglich ist. Das bedeutet konkret: AI kann große Datenmengen auswerten und Informationen, sowie Handlungsempfehlungen ableiten. Mit automatisierten Marketingkampagnen, können diese Informationen bestmöglich angewendet werden und so langfristig nicht nur die Konversionschancen, sondern auch die Umsatzzahlen verbessern.

In der Praxis analysiert die AI-Technologie das Kundenverhalten über mehrere Plattformen hinweg. Das führt zu einem besseren Kundenverständnis auf Unternehmensseite. Marken wissen dank AI, WER, WO und WANN nach WELCHEN Produkten oder Dienstleistungen sucht. Dadurch können Marketingkampagnen effizienter eingesetzt werden – z.B. durch passende Produktempfehlungen – und verursachen so geringere Customer Acquisition Costs.

Chat Bots sind eine weitere Möglichkeit, mit AI zu arbeiten und so Fixkosten langfristig zu reduzieren. Ein Chat Bot hat zudem den Vorteil, dass er rund um die Uhr erreichbar ist und dem Kunden 24/7 eine direkte Ansprache bzw. Kommunikation bieten kann.

Artificial Intelligence sorgt für eine skalierbare Marketingkommunikation, die Sie ab einer bestimmten Datenbankgröße unbedingt in Betracht ziehen sollten.

3. Authentizität

Wir werden als Verbraucher an jeder Ecke mit Werbung und Marketing im weitesten Sinne konfrontiert. Auf dem Weg zur Arbeit sehen wir z.B. Werbung an den Bahnsteigen, auf Bildschirmen und Videoleinwänden, auf unserem Handybildschirm, in der Tageszeitung, die wir lesen, auf den sozialen Netzwerken, die wir nutzen, etc.

Kurz gesagt: Werbung ist überall. Und wir als Verbraucher haben besonders in den letzten Jahren bestimmte Fähigkeiten entwickelt, um mit diesem Übermaß an Werbung besser umzugehen. Ein großer Punkt dabei ist: Wir suchen nach Authentizität. Wir wünschen uns Marken, die offen kommunizieren, die ihre Prozesse offenlegen, die sich authentisch präsentieren und authentisch handeln. Man könnte fast sagen: Ohne Authentizität geht es nicht. Und wie wird Authentizität erreicht?

Zum einen, durch eine ehrliche Kommunikation. Sie sollten das einhalten, was Sie versprechen, respektive Ihre Produkte.

Zum anderen leben wir in einer Welt, in der Influencer Marketing und Bewertungsportale (z.B. Yelp, Facebook Reviews, Amazon-Bewertungen, etc.) immer wichtiger werden. Menschen vertrauen anderen Menschen oft mehr als einer Marke, oder den Versprechungen einer Marke. Ganz konkret bedeutet das: Verbraucher empfinden Content mit 3x höherer Wahrscheinlichkeit als glaubhaft/authentisch, wenn er von einem anderen Kunden/Verbraucher geschrieben wurde, als von der Marke selbst.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Reviews und Referrals werden immer wichtiger. Was andere Menschen im Netz über Ihre Marke sagen, kann nicht nur Ihre Brand Reputation nachhaltig beeinflussen, sondern ganz konkret Ihre Umsätze steigern (oder auch nicht).

Ihre Marketing- und Werbemaßnahmen  sollten daher immer authentisch sein und Sie sollten sich um eine gute Beziehung mit sowohl branchenrelevanten Influencer bemühen, als auch Ihre Kunden dazu anregen (positive) Erfahrungen mit Ihrer Marke im Netz zu teilen. Besondere Aktionen, Gewinnspiele oder Wettbewerbe können hier ein Anfang sein. Am Ende gilt: Kunden, die von Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung begeistert sind, werden diese Begeisterung mit ihren Freunden, Bekannten, Kollegen, oder auch fremden Menschen im Netz via Bewertungen und Blogposts teilen. Eine bessere Publicity können Sie sich kaum wünschen.

4. Micro-Moments

Unser nächster Punkt schließt an den vorhergegangenen thematisch an. Die Hektik unseres Alltags und die ständige Präsenz von Werbung und Marketingtexten hat dazu geführt, dass wir als Verbraucher innerhalb weniger Sekunden oft wichtige (manchmal auch triviale) Entscheidungen treffen.

Das bedeutet: Es ist heutzutage oftmals eine Frage von Sekunden, in denen entschieden wird, wo wir zu Mittag essen, welches Buch wir kaufen, in welchem Geschäft wir nach Schuhen suchen, usw.

„Micro Moments“ sind diese wenigen Sekunden, in denen wir nach unserem Smartphone greifen, um eine akute Entscheidung zu fällen. Google nennt dieses Verhalten ein „neues Verbraucher-Verhalten.“

Und Marken müssen Mittel und Wege finden, die Bereitschaft zu einer Konversion (beispielsweise: der Verbraucher hat Hunger und sucht ein Restaurant in der Nähe) optimal zu nutzen. Das heißt konkret: Unternehmen müssen in diesen wenigen Sekunden einen Kunden erreichen und überzeugen – und automatisiertes Marketing zur richtigen Zeit kann das liefern.

5. Social Media

Machen wir uns nichts vor: die Social Media Landschaft verändert sich, aber die sozialen Netzwerke an sich haben nichts von ihrer Faszination oder ihrer Omnipräsenz eingebüßt. Im Gegenteil. Wir nutzen verschiedene Plattformen für verschiedene Zwecke und verbringen de facto mehr Zeit als je zuvor auf Facebook, Instagram und Co.

Für Unternehmen ist dabei ganz besonders entscheidend: es ist wichtig, verschiedene Strategien für verschiedenen Kanäle zu benutzen. Sie sollten nicht denselben Content, den Sie auf Instagram teilen, auch auf Twitter posten. Abwechslung, genauso wie eine kanalspezifische Ansprache und Content-Ausrichtung sind essentiell für eine erfolgreiche Social Media-Strategie.

Neue Formate – wie beispielsweise „Stories“ auf Instagram oder Facebook – vermitteln zudem ein gewisses Dringlichkeitsgefühl. Die Stories sind jeweils nur für eine kurze Zeit zu sehen und können so beim Verbraucher eine größere Bereitschaft zum Ansehen und visuellen Aufnehmen auflösen. Schließlich spricht uns alles, was in geringer Stückzahl vorhanden, oder nur für kurze Zeit erhältlich ist, ganz besonders an. Nutzen Sie „Stories“ für unterhaltsame Hintergrundinformationen zu Ihrem Produkt, neuen Produktvorstellungen, und sorgen Sie so für mehr Engagement.

Extra-Tipp: Nutzen Sie Social Media auch für erfolgreiches Influencer Marketing. Nicht nur sind die meisten Influencer auf den gängigen Social Media Plattformen vertreten (und sehr aktiv), auch Ihre Kunden sind für Werbung, inkl. Influencer Marketing auf Facebook und Co. maximal aufnahmefähig. Vorausgesetzt immer, dass Ihre Werbung relevant und aussagekräftig formuliert und an passender Stelle platziert ist.

Fazit

Das neue Jahr wird zwangsläufig Veränderungen mit sich bringen. Das bedeutet aber nicht, dass Taktiken, die bisher für Ihr Unternehmen funktioniert haben, nicht nächstes Jahr auch noch funktionieren können. Darum geht es nicht. Stattdessen kann das neue Jahr eine gute Möglichkeit bieten, die eigenen Strategien und Vorgehensweisen zu untersuchen und zu überlegen, wo Veränderungen (wenn auch nur kleine) nötig und sinnvoll sind.

Die hier vorgestellten fünf Trends, können ein Anhaltspunkt sein, eben diese Bereiche zu überprüfen und bisher ungenutzte Potentiale zu entdecken.

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Stefanie Isabel Kobsa
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